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Archimedes:
Archimedis opera non nulla à Federico Commandino in Latinum conversa

 

 

Abbildung eins zu No. 5601, Archimedes

 

Abbildung zwei zu No. 5601, Archimedes

 

Abbildung drei zu No. 5601, Archimedes

 

Archimedes — Federigo Commandino: ARCHIMEDIS | OPERA NON NVLLA | À FEDERICO COMMANDINO | VRBINATE | NVPER IN LATINVM CONVERSA, | ET COMMENTARIIS | ILLVSTRATA. || Quorum nomina in sequenti pagina leguntur. || (Signet in ovalem Kranz) || CVM PRIVILEGIO IN ANNOS X. | VENETIIS, | apud Paulum Manutium, Aldi F. | M D LVIII. (fol. O4v: Signet wie oben).
Beigebunden / bound with: COMMENTARII | IN OPERA NON NVLLA | ARCHIMEDIS. || (Signet in ovalem Kranz) || VENETIIS, | apud Paulum Manutium, Aldi F. | M D LVIII. (fol. r4v: Signet wie oben).

Venedig: Paulus Manutius, 1558.  I: Folio. 298 x 198 mm. [4], 55, [1] Bll. (foll. 18 & 19 handschriftlich ergänzt) – Lagenkollation: *4, A-O4.
II: [2], 63, [1] Bll. – Lagenkollation: a2, b-r4. ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten. Mit zahlreichen geometrischen Figuren in Holzschnitt.

Flexibles Pergament der Zeit, auf dem Rücken von oben nach unten „Archimedis Opera“ beschriftet. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

„Archimedes wird – zusammen mit Newton und Gauß – allgemein als einer der bedeutendsten Mathematiker betrachtet, den die Welt je gesehen hat, und wenn sein Einfluß nicht anfangs von dem des Aristoteles, Euklids und Platos überschattet worden wäre, hätte sich die moderne Mathematik wohl viel schneller entwickelt“ (Carter/Muir).
Federigo Commandino (1509-1575) wurde in Urbino geboren, erhielt eine humanistische Ausbildung und hatte engen Kontakt besonders zum Farnese-Kreis in Rom, dessen Patronage auch diese Übersetzung zu verdanken ist, an der er 1553 zu arbeiten begann. Er hielt sich dabei eng an den griechischen Text, so daß die Übersetzungen Moerbekes, Jacobi Cremonensis und Franceso Maurolicos übertroffen wurden; Erklärungen wurden in den zweiten Teil verlagert.
Editio princeps von Commandinos Übersetzung der mathematischen Werke Archimedis. „By far the best that has been made” (Stillman Drake). Neben der ersten gedruckten Basler Ausgabe von 1544 des griechischen Textes mit lateinischer Übertragung lag Comandino ein griechisches Manuskript in Venedig vor.
 Genauer, gestochen scharfer wie auch kräftiger Druck auf weißem Papier mit recht breitem Rand. Viele geometrische Figuren in Holzschnitt. Die große Druckermarke im Erntekranz jeweils zu Anfang und Schluß der beiden Teile.

Remboîtage in die alte Einbanddecke, neu geheftet und Vorsätze erneuert, Bindebänder fehlen. In I sind die Blätter 18 und 19 von alter Hand in schöner, klarer Schrift samt den Figuren ergänzt. Titelblatt aufgezogen, leicht fleckig und mit drei hinterlegten Läsuren, ein Buchstabe handschriftlich ergänzt. Sonst nur einige Seiten leicht gebräunt bzw. fleckig. Auf fol. 9r des Kommentars Spuren einer geometrischen Skizze. Erstes und letztes Blatt von alter Hand im Falz bzw. oben hinterlegt. Die Fälze einiger Lagen verstärkt.

First edition of Commandino’s translation of the works of Archimedes, with his commentary. Contemporary vellum, remboîtage. Lacks two leaves, which are supplied in contemporary handwriting. Title repaired, some leaves slightly browned, some inner margins reinforced, otherwise a good, wide-margined and unpressed copy.

Renouard 173,3 – Riccardi I,42.4 & 360.2 – Adams A1532 & C2468 – Ebert 922 („Selten vollständig“) – Brunet I,384 – BM STC ital 36 – DG 6,2162 – Smith, Rara 228 – Honeyman 133.
Die Abbildungen stammen aus meinem Katalog Nr. 7 und geben nicht den originalen Zustand wieder! ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.