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Christoph Ludwig Kämmerer:
Die Conchylien im Cabinette des Herrn Erbprinzen von Schwarzburg-Rudolstadt

 

 

Abbildung zu No. 3839, Kämmerer, Christoph Ludwig

 

Christoph Ludwig Kämmerer: Die Conchylien im Cabinette des Herrn Erbprinzen von Schwarzburg-Rudolstadt.
Beigebunden / bound with: Nachtrag zu den Conchylien im Fürstlichen Cabinette zu Rudolstadt.

I: Rudolstadt: „Auf Kosten des Verfassers, mit Bergmannischen Schriften“, 1786. - II: Rudolstadt: Georg Emanuel Beer, 1791.  Octavo. 202 x 120 mm. I: LXXII, 252, [3], [1 weiße] Seiten. - II: VIII, 76 Seiten. ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten. Mit XII sowie IV handkolorierten Kupfertafeln, davon die letzte gefaltet.

Kalbleder der Zeit auf fünf echten, erhabenen Bünden mit Rückenvergoldung aus Linien und Fileten, auf zweitem und drittem Feld ein hellrotes bzw. mattgrünes Rückenschild mit der Titelei, die anderen mittig je mit einem goldgeprägten Urnenstempel. Die Deckel im Tree-calf-Stil marmoriert. Stehkantenvergoldung, handgestochene naturfarbene Kapitale, Vorsätze aus mattviolett-mattblau gemustertem Marmorpapier. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

Seltene erste Ausgabe, komplett mit dem fünf Jahre nach dem Hauptband erschienenen Nachtrag, der die jüngst aus dem „Museum Richter“ zu Leipzig erworbenen Conchylien beschreibt. Die Sammlung wurde nach dem System von Martini geordnet, das Kämmerer (1755-1797) anhand der vorliegenden Exponate verbesserte. „Was insbesondere die Sammlung anlangt, die ich vor mir habe, so weiss ich gewis, dass jeder Kenner sie vortrefflich finden wird; (...)“. Die Kupfer wurden von J.E.L. Kämmerer, dem Bruder des Autors, gestochen; cf. Nissen: ZBI, Band II, S. 152.

Einband an den Kapitalen und Ecken minimal berieben, Hinterdeckel teils etwas berieben. Innen Textteil papierbedingt minimal gebräunt bzw. schwach stockfleckig; Name auf zweitem fliegenden Vorsatz vorn. Die Tafeln bis auf schwache Stockflecken im oberen Rand der ersten und zweiten frisch und in herrlichem, zartem Kolorit. Schönes Exemplar in äußerst dekorativem Einband.

Rare first edition. Contemporary tree-calf, spine gilt in compartments, lettered in two. Slight foxing, due to quality of paper. The first part with 12 hand-coloured engraved plates. The supplement, with four hand-coloured engraved plates, describes many shells recently acquired from the former „Museum Richter“ at Leipzig. The shells are classified according to the system of Martini; the plates are drawn by the brother of the author.

Nissen ZBI 2148 – Holzmann/Bohatta I,9910. ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.